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Ich werde mit diesem Blog wohl demnächst umziehen, daher passiert hier aktuell nichts. Bitte um Verständnis.
CSU rutscht in Umfrage unter 50-Prozent-Marke! Becksteins neue Lösung: „Notwendig sei allerdings auch, deutlich zu machen, ‚dass wir die Mittelstandspartei sind und nicht die FDP‘.“
(von SpOn)
Da am Freitag (heute) die Richard-Wagner-Festspiele hier in Bayreuth beginnen, hat sich das SZ-Magazin Online mal Gedanken gemacht, wie mensch schneller zu einer begehrten Eintrittskarte kommt. Normalerweise dauert das ja meherere Jahre. Die „Tricks“ reichen vom Schwarzmarkt über Bekanntschaft zu älteren Damen bis zum Ergreifen des MusikerInnenberufs. Alles nicht so spannend, aber auch nicht mehr unbedingt nötig, denn es gibt nun Public-Viewing. Bekannt geworden durch die Fußball-Weltmeisterschaften oder auch die Europameisterschaft. Dort treffen sich viele Leute an einem öffentlichen Platz und schauen Fußball oder eben eine Wagner-Oper. Seit diesem Jahr gibt es das nun in Bayreuth. Am Sonntag werden die „Meistersinger“ nicht nur im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel, sondern auch auf dem Volksfestplatz zu hören sein. Im Internet gibt es auch einen kostenpflichtigen Live-Stream dazu, habe jedoch keine Zeit jetzt den Link dafür zu suchen.
Nach der Sommerpause geht es jetzt so langsam wieder los mit einigen Beiträgen.
Heute wieder zur Bayerischen Landtagswahl, der schon im vollen Gange ist. CSU-Parteitag am vergangenen Wochenende und wieder Umfragewerte von knapp über 50% für die CSU.
Jetzt kommt das leidige Thema für die SPD wieder: Zusammenarbeit mit den Linken. Zu den Wahlen in Hessen und Hamburg gab es einen klaren Auschluss einer Koalition, dann kamen die Probleme in Hessen.
Nachdem die Linke für Bayern laut eigener Aussage genug Unterschriften gesammelt hat um antreten zu können bei der Wahl und nun auch für einen Einzug in den Landtag gute Chancen sehen, stellt sich für den SPD-Spitzenkandidaten Maget die L-Frage.
Eine Antwort die Schwäbischen Zeitung:
„In Bayern niemals“, sagte Maget am Dienstag in München zu Fragen nach einer möglichen Koalition oder Kooperation mit der Partei. Auch das Modell einer Tolerierung von ihm als Regierungschef durch die Linke schloss er aus. Es seien zwar nach der Wahl theoretisch vielerlei Optionen denkbar. „Nur eine Konstruktion geht gar nicht, und das ist jegliche, die die Linkspartei beinhaltet.“ Dies werde nicht eintreten.Nachdem das wohl wirklich ausgeschlossen scheint, bietet sich der CSU die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit der Linken und zwar bei dem Lieblingsthema der CSU: Die Pendlerpauschale. So schreiben die Linken in einer Pressemitteilung (PM) vom 15. Juli:
Mit Blick auf sinkende Umfrageergebnisse und die bevorstehenden Landtagswahlen bröckelt die Front derjenigen, die einst eine Kürzung der Pendlerpauschale befürwortet haben. […] Die Linksfraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht. Dieser wird nach der Sommerpause zur Abstimmung stehen. Nicht viel Zeit für Matschie, Beckstein und Co. ihre Kollegen im Bundestag zu überzeugen, endlich ideologische Blockaden zu überwinden und für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem 1. Kilometer zu stimmen.
Eine Koalition zwischen Linke und CSU steht aber dennoch wohl nicht zu befürchten.
Aufgrund einiger anstehender Klausuren passiert hier im Moment nicht soviel, also es ist SOMMERPAUSE. Wem nun langweilig geworden ist, kann hier beim Folien zerdrücken seine/ihre Zeit vertreiben.
Ab und zu kommt wohl immer mal was, aber richtig los geht es wohl erst in zwei Wochen wieder.
Der Vorsitzende der Jungen Union (JU) Bayern, Stefan Müller, sitzt seit 6 Jahren im Bundestag und gab nun ein Interview für die WELT zum Thema Landtagswahlkampf. Dort sagt der Chef der Jugendorganisation von der CSU:
Alles, was über 50 Prozent liegt, ist ein sehr gutes Ergebnis – verglichen mit anderen Parteien in anderen Ländern.und es geht weiter mit:
Umweltpolitik ist ein konservatives Thema. Die Grünen hatten dieses Thema von uns adoptiert. Zum konservativen Profil gehört aber sicher auch die Kernkompetenz der CSU in der inneren Sicherheit. Und die Finanzpolitik gehört dazu, Erwin Hubers Forderung, dass nach Jahren der Belastung jetzt eine steuerliche Entlastung kommen muss.Zum Schluss dann noch was für die traditionellen – urbayerischen – WählerInnengruppen:
Und zur Förderung von bayerischer Tradition und Brauchtum sind entsprechende Forschungseinrichtungen an den Hochschulen denkbar. So könnte ein „Zentrum für bayerische Kultur“ geschaffen werden – das hat übrigens überhaupt nichts mit Brauchtümelei zu tun.Insgesamt scheint die JU recht optimistisch zu sein, vielleicht hat das auch was mit dem neuen CSU-Werbespot zu tun, vielleicht hat der ja die Stimmung in der Basis verbessert. Vorstellbar scheint das wohl zu sein, wenn ich mir den so anschau.
Heute berichtet auch endlich SpOn über das Thema meines letzten Beitrages:
Empörung über krude Thesen zum Anschlag bei den Olympischen Spielen 1972 in München: Die von Palästinensern umgebrachten israelischen Sportler seien freiwillig in den Tod gegangen, behauptet ein Göttinger Professor. Israel fordert ein Eingreifen der deutschen Politik und der Universität.Bei BR-Online gibt es eine lange, aber gut zu lesende Zusammenfassung der Olympischen Spiele von 1972 für weitere „normale“ Informationen über die Hintergründe des Attentats.
Bei einer Tagung deutscher Sporthistoriker in Göttingen gab es einen Skandal. Wie hier (in einem Audio-Beitrag vom Deutschlandfunk) zu hören ist, wurde von einem Wissenschaftler die These vertreten, dass die israelischen SportlerInnen während der Olympischen Spiele in München 1972 bereits von einem auf sie geplanten Attentat wussten. Nicht nur das, behauptet wurde auch, dass das ganze Geschehen in einer größeren Sache für das jüdische Volk stand.
Zur Info: Was war damals passiert? (von wikipedia)
Die TagungsteilnehmerInnen haben nach anfänglichem Entsetzen über diese These deren Wissenschaftlichkeit bestritten, da es keinerlei plausiblen Beweise für die Behauptung gab. Insgesamt ein großer Skandal für die deutschen Sporthistoriker; ein größeres Medienecho blieb bislang aber aus.Es handelt sich dabei um den Angriff palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft während der Olympischen Sommerspiele von 1972 in München. Die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September nahm elf Athleten der israelischen Mannschaft als Geiseln. Zwei der Geiseln wurden bereits bei der Geiselnahme ermordet, bei einem gescheiterten und unzulänglichen Befreiungsversuch der deutschen Behörden wurden alle anderen Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf Terroristen getötet. Insgesamt kamen somit in München und am Flugplatz Fürstenfeldbruck 17 Menschen ums Leben, bei israelischen Vergeltungsaktionen wiederum einige weitere direkt und indirekt an dem Anschlag Beteiligte in den Jahren nach 1972.
Die ehemalige Fürther Landrätin und CSU-Politikerin Gabriele Pauli tritt bei der bayerischen Landtagswahl im September im Stimmbezirk Nürnberg-Nord als direkte Gegenkandidatin von Ministerpräsident Günther Beckstein an. (von hier)



